• Jasmin Korper

Bücher zu Computerspielen


Wolfsherz von Richard A. Knaak
Wolfsherz von Richard A. Knaak

Viele Spieler von Computerspielen wünschen sich mehr Hintergrundinformationen und tiefere Einblicke in die Geschichte. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass dieser Wunsch seit einigen Jahren auch immer mehr erfüllt wird. Ich selbst habe gerade aus dem Blizzard-Universum schon das ein oder andere Buch gelesen, allein zu World of Warcraft waren es schon mehr als 10 Bücher, die ich gelesen habe (Wolfsherz mochte ich sehr) und das sind noch nicht mal alle. Ich möchte deswegen einmal gegenüberstellen, welche Vor- und Nachteile es bringt, wenn es Bücher zu Videospielen gibt.


Vorteile

Jeder der gerne Computerspiele spielt, kennt das Gefühl: Das Spiel ist beendet, man möchte aber noch so viel mehr über die Welt und das ganze bestehende Universum erfahren. Eine gewisse Leere ergreift einen. Oft reicht die Zeit im Spiel nicht aus, um tiefer ins Detail zu gehen oder Nebenstränge ausreichend lange zu beleuchten. Durch Literatur zu Spielen werden Geschichten viel genauer erzählt und auch weniger bekannte Nebencharaktere bekommen die Chance ins Rampenlicht zu rücken. Oft erkennt man so erst die Zusammenhänge, die bisher verborgen blieben. Wieso wurde ein Bösewicht zu dem was er heute ist und warum reagiert unser Held auf gewisse Wörter so negativ.

Bei dem Spiel World of Warcraft sieht man dies in den letzten Jahren besonders deutlich, jedes Mal bevor eine neue kostenpflichtige Erweiterung in den Handel kommt, wird wenige Monate zuvor ein neues Buch veröffentlicht. Dieses stellt das Bindeglied zwischen den bisherigen Geschehnissen und der neuen Erweiterung da. Offene Fragen werden gelöst und den Lesern wird so ein Vorgeschmack auf die weitere Entwicklung gegeben.

Nachteile

Ein großer Nachteil an den Büchern ist, dass die in den Büchern abgehandelte Geschichte oft nur in stark abgeschwächter Form in den Spielen vermittelt wird, so werden Spieler, die sich für die Geschichte interessieren, gezwungen das Buch zu lesen, obwohl sie dies vielleicht gar nicht möchten. Eine Kombination der Inhalte wäre hier eine viel bessere Lösung, diese wird aber aufgrund des Kostenfaktors seitens der Entwickler nur selten genutzt. Warum sollte man eine Story teuer in einem Spiel verwirklichen, wenn dies im Buch schon geschehen ist?

Häufig werden die Autoren für diese Romane gewechselt, nicht immer ist der vorherige verfügbar. Deswegen hat man zwar eine Reihe zu Hause, aber die einzelnen Bücher haben deutliche Unterschiede im Schreibstil. Und wer kennt es nicht, manche Autoren mag man mehr, andere weniger und so überlegt man es sich genau, ob man das nächste Buch der Reihe lesen möchte.

Mein Lösungsansatz?

Meiner Meinung nach wäre es gut, wenn die Bücher zu Computerspielen nur die Teile der Geschichte behandeln, die nicht in den Spielen selbst verarbeitet wird. So könnte man den Lesern gute Hintergrundinformationen vermitteln, ohne einen „Zwang“ zum Lesen aufzubauen. Die Spielwelten sind so gewaltig, dass man, auch wenn es nicht um die Hauptcharaktere geht, spannende Geschichten erzählen kann.


Eure


Eisblaue Eule

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