• Jasmin Korper

Bermuda

Autor: Thomas Finn


Wer hat nicht schon einmal von den seltsamen Geschehnissen im Bermuda Dreieck gehört? So viele Sagen, Geschichten und Erzählungen ranken sich um diesen besonderen Bereich im Atlantik


Um was geht's?

Ein plötzlicher Sturm führt dazu, dass ein Kreuzfahrtschiff Schiffbruch erleidet. Von den 600 Passagieren überlebten nur etwas mehr als ein dutzend Menschen, die auf einer mysteriösen Insel strandeten. Doch diese Vulkan-Insel birgt viele Gefahren. Kompasse spielen verrückt, Handys funktionieren nicht mehr und nachts erscheinen seltsame Licher über der Insel. Als Nahrungsmittel und Tote verschwinden, deuten Schleifspuren daraufhin, dass Kreaturen auf dieser Insel leben, die eigentlich nicht existieren dürften.

Rezension

Das Bermuda Dreieck ist ein Thema, welches sowohl in Film und Fernsehen als auch literarisch schon oft verarbeitet wurde. Deswegen waren meine Erwartungen entsprechend hoch.

Thomas Finn schafft es, den Horror der Insel glaubhaft darzustellen, ohne auf übermäßig Blut zurück greifen zu müssen. Die Kreaturen (auf die ich nicht genauer eingehen möchte, damit ich niemanden spoilere) werden gut eingeführt. Stück für Stück erfahren die Schiffbrüchigen, was da auf der Insel lebt. Dadurch, dass man als Leser so lange nicht erfährt, was die Kreaturen sind, steigert sich die Spannung enorm. Man fiebert mit den Überlebenden mit, immer in der Sorge, dass eines dieser Wesen dort ist.

Die Charaktere sind glaubhaft und sympathisch geschrieben. Besonders mit Izil, Alex und dem Ehepaar Scott konnte ich eine gute Verbindung aufbauen. Natürlich sind auch einige Unsympathen dabei, aber diese braucht jede Story. Gerade auch die zwischenmenschlichen Konflikte, die unter den Schiffbrüchigen entstehen, sorgen dafür, dass es auch in den ruhigeren Passagen nicht langweilig wird.

Die Schiffbrüchigen benehmen sich in diesem Roman auch nicht wie Idioten, sondern kümmern sich zunächst um die wichtigsten Bedürfnisse, wie Wasser, Nahrung, Schutz. Diese Themen sind auch im gesamten Verlauf der Geschichte über relevant, man kennt so viele negative Beispiele in dem Wasser am Anfang wichtig und am Ende uninteressant war. Aber nicht hier, dauerhaft müssen die Grundbedürfnisse befriedigt werden.

Der große Plot-Twist, das Geheimnis der Insel, ist außerordentlich gut ausgearbeitet. Bereits im verlauf des Romans werden viele Fakten über die Maya, Insekten und das Überleben dargestellt, die tatsächlich stimmen. Einige Male habe ich Dinge gegoogelt und erstaunt wieder etwas dazu gelernt. Am Ende wird dann aus den vielen kleinen Hinweisen ein großes, unerwartetes und grandioses Finale.

Lesenswert?

Bermuda hat es schon jetzt zu einem meiner Jahreshighlights geschafft. Es hat mich in allen Punkten überzeugt und von Anfang an mitgerissen. Ich habe es genossen, mit den Charakteren Schiffbruch im Bermuda-Dreieck zu erleiden und mich mit ihnen den Gefahren zu stellen. Wer Lust auf ein besonderen Horror-Thriller hat, wird mit Bermuda definitiv gut unterhalten werden.

Cover und Klappentext:

Bermuda

Das Cover ist optisch schön ausgearbeitet und bringt direkt das gewisse Horrorflair mit sich. Unter der Insel lauert im Wasser ein Totenschädel, der sich in den Fluten verbirgt. Der Klappentext umreißt gut die Anfangssituation nach dem Schiffbruch, ohne zu viel über die Kreaturen zu verraten.



Grundlegende Infos zum Buch

Erschienen im Knaur Verlag

https://www.droemer-knaur.de/buch/thomas-finn-bermuda-9783426227190

ISBN: 978-3-426-22719-0

Umschlaggestaltung: Stefan Hilden hildendesign.de

Genre: Horrorthriller

Preis: 14,99 €



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