• Jasmin Korper

Blood World – Die Zukunft ist in Blut geschrieben

Autor: Chris Mooney


Rezensionsexemplar



Um was geht’s?


In einer Welt, in der das Blut mancher Menschen (sog. Träger) als Serum dient um die Reichen jünger, gesünder und stärker zu machen, ist ein Markt entstanden, der von Verbrecherkartellen kontrolliert wird. Denn Träger werden entführt und in Blutfarmen gefangen gehalten, denn ihr Blut ist die wertvoller als Gold. Elli wird Teil einer Sondereinheit, um gegen die Blutfarmen zu ermitteln, doch ihre Aufgabe bringt sie so tief in einen ins Kartell, dass es nicht nur für sie selbst gefährlich wird.



Rezensionen


Ich war schon gespannt auf diesen Science-Thriller, denn in diesem Sub-Genre kenne ich nur wenige Bücher. Funktioniert es, wissenschaftliche Aspekte mit der Spannung und Geschwindigkeit zu kombinieren? So viel sei schon mal gesagt, es klappt sehr gut.

Zeitlich spielen wir in der Gegenwart bzw. in einer näheren Zukunft, die Technik ist in Teilen fortgeschritten, aber nicht zu weit entfernt. Besonders der Aspekt des besonderen Blutes ist hier die größte Veränderung. Die Erklärungen erfüllen für mich definitiv den Aspekt des Science-Teiles des Buches. Es fühlt sich dabei nicht langweilig an, man bekommt nur so viele Fakten, wie es für die Geschichte selbst notwendig ist. Es gibt keine zu langatmigen oder ausführlichen Erklärungen.

Dieser Thriller wird aus zwei Perspektiven erzählt: Aus der von Ellie, der Ermittlerin und aus der Sicht von Sebastian, dem Chef des größten Blut-Kartells. Ellie war für mich ein vorhersehbarer Charakter, die typische Ermittlerin mit dem ebenso erwartbaren moralischen Kompass und Zielen. Bei ihr fehlte mir ein wenig die Überraschung, nichts war unerwartet. Sebastian dagegen gefiel mir viel besser. Klar, ich bin ein Fan von Antagonisten. Und ganz besonders mag ich sie, wenn sie mich als Leser in ein moralisches Dilemma bringen. Sebastian schafft dies, denn er ist hier der klare Antagonist, doch er trifft auch moralische Entscheidungen, die ich nachfühlen kann. Die Kapitel aus seiner Sicht fand ich deswegen immer spannender.

Beim Lesen ist mir gar nicht aufgefallen, dass dieser Thriller über 500 Seiten hat, durch die Perspektivwechsel war die Geschichte durchwegs spannend und es gab keine langweiligen Längen. Der Schreibstil von Chris Mooney gefällt mir sehr gut, dadurch tauchte ich sofort in das Geschehen ein. Das Einzige was mir fehlte, war noch ein Plot-Twist für das Ende. Ich hatte gehofft, dass da noch eine Überraschung kommt, aber das Ende war dann wie erwartet.



Lesenswert?


Chris Mooney hat mit Blood World einen eindrucksvollen Science-Thriller geschrieben, der gerade durch den starken Antagonisten besticht. Einzig die fehlende Überraschung am Ende und die etwas zu vorhersehbare Protagonistin sind kleine negative Punkte. Dennoch ist es ein Thriller, den ich definitiv weiterempfehlen kann.



Cover und Klappentext:

Cover des Science Thriller Blood World
Blood World

Obwohl das Cover wieder mal in den typischen Thriller-Farben schwarz und rot gehalten ist, gefällt es mir sehr gut. Besonders die Hexagone zeigen die Verbindung zur Wissenschaft. Der Klappentext beschreibt kurz und prägnant das Anfangsszenario und die durch die Entdeckung des Blutes veränderte Welt. Ohne auch nur annähernd etwas von der weiteren Geschichte zu spoilern bekommt man direkt Lust auf mehr.


Grundsätzliche Infos zum Buch


Erschienen im Heyne Verlag

https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Blood-World-Die-Zukunft-ist-in-Blut-geschrieben/Chris-Mooney/Heyne/e570197.rhd

ISBN: 978-3-453-32117-5

Übersetzer: Urban Hofstetter

Umschlaggestaltung: Das ILLUSTRAT München

Genre: Science-Thriller

Seitenzahl: 512

Preis: 14,99 €



Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

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