• Jasmin Korper

Der vierte Mond

Autorin: Kathleen Weise


Rezensionsexemplar



Um was geht’s?


Bei einer Erkundungsmission des Jupitermondes Kallisto kommt es zu mehren Katstrophen. Ein rätselhaftes Fieber bricht aus, ein Astronaut stirbt und der Orbiter Eurybia stürzt ab. Auf der Erde wird gerätselt was passiert ist und die Planung einer Rettungsmission spaltet die Meinungen. Doch in diesem Jupitersystem versteckt sich viel mehr als alle ahnen…



Rezension


Bei Science-Fiction ist es wie bei allen Buch-Genre, es gibt verschiedene Sub-Genre und nicht jeder Science-Fiction Roman legt auf dieselben Punkte wert. Dieses Buch spielt in der nahen Zukunft (im Jahr 2104) und die Welt hat schon einige technologischen Fortschritte im Weltall erzielt. Doch die Technik und die Reisen ins All stellen hierbei nur die perfekte Kulisse für die Geschichte dar, sie sind nicht der Mittelpunkt. Wer hier mächtige Luftschlachten und einen Spannungsbogen nach dem anderen erwartet, der wird enttäuscht werden. Dieser Roman zielt auf etwas ganz anderes ab, es geht um die Veränderungen der menschlichen Beziehungen, Kapitalismus und Moral.

Die Geschichte beginnt mit den Katastrophen der Erkundungsmission des Jupitermondes Kallisto, bereits hier treffen moralische Meinungen aufeinander, Entscheidungen werden getroffen und die daraus resultierenden Entscheidungen müssen getragen werden. Die verschiedenen Charaktere, die sich sowohl im All, als auch auf der Erde befinden, könnten unterschiedlicher kaum sein. Ob Spaceworker, reicher Firmenchef oder Sicherheitschef, jeden einzelnen treibt etwas anderes an und oft trifft hier die Moral auf den blanken Kapitalismus. Jeder für sich ist glaubhaft, Sympathie konnte ich allerdings nur zu einem einzelnen Charakter aufbauen. Gerade bei manch einsamen Momenten habe ich mit einem speziellen Charakter mitgelitten, die dargestellten Ängste und Sorgen waren genauestens beschrieben.

Der wissenschaftliche Anteil des Buches gefällt mir besonders gut und auch die Fiction-Elemente fügen sich gut in das Gesamtgeschehen ein. Dabei macht es nichts aus, dass viele Teile der Geschichte auf der Erde spielen, denn die Veränderungen der Technologie haben auch deutlichen Einfluss auf das Geschehen auf der Erde.

Ab und an wirkt die Geschichte etwas langatmig und zu genau erzählt, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Der Schreibstil ist komplexer, es ist definitiv eine der Lektüren bei der man gedanklich dabei sein muss.



Lesenswert?


Mit „Der vierte Mond“ hat Kathleen Weise ein intelligenten und bewegenden Science-Fiction Roman erschaffen. Gerade die in der Zukunft aufkommenden gesellschaftlichen Probleme und die grausame Entscheidung zwischen Moral und Kapitalismus wird hier in den Mittelpunkt gestellt. Mich hat diese Art der Science-Fiction auf ganzer Linie überzeugt.



Cover und Klappentext

Cover des Science Fiction Romans Der Vierte Mond
Der Vierte Mond

Das Cover find ich eindrucksvoll und gerade die hellen Farben und die Schreibweise des Titels fallen einem sofort ins Auge. Außerdem war die Bindung sehr gut, denn trotz der 448 Seiten gab es keine Leserillen. Der Klappentext fasst das Eingangsszenario gut zusammen und weckt Lust auf mehr.



Grundsätzliche Infos zum Buch


Erschienen im Heyne Verlag

https://www.penguinrandomhouse.de/Paperback/Der-vierte-Mond/Kathleen-Weise/Heyne/e568081.rhd

ISBN: 978-3-453-32082-6

Umschlaggestaltung: Das Illustrat München

Genre: Science-Fiction

Seitenzahl: 448

Preis: 14,99 €



Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!



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