• Jasmin Korper

Die Göttinnen von Otera – Golden wie Blut

Autorin: Namina Forna



Um was geht’s?


Deka ist aufgrund ihrer Hautfarbe schon immer eine Außenseiterin und als ihr goldenes Blut aus den Adern fließt, ist ihr Schicksal besiegelt. Das Blut kennzeichnet sie als Alaki, ein Dämon. Ihr bleiben nur unendliche Qualen und ein wiederkehrender Tod. Ein Dekret des Kaisers lässt sie Teil einer fast unsterblichen Armee im Kampf gegen die Todesrufer werden. Gemeinsam mit ihren Blutschwestern wird sie als Kriegerin ausgebildet und beginnt dabei die Strukturen infrage zu stellen, die sie seit Jahren als Frau unterdrücken.


Rezension


In diesem Auftakt der Fantasy-Reihe sind ernste Themen wie Diskriminierung, Unterdrückung und Rassismus ein wichtiger Teil der Geschichte.

Das Grundsetting dieser Fantasy Welt finde ich sehr spannend. Die Welt wird von Männern regiert und dominiert, Frauen dürfen keine Berufe oder ein Handwerk erlernen. An einem Tag im Jahr müssen alle 16-jährigen Mädchen ihre Reinheit beweisen, sie werden von einem Priester mit einem Messer geschnitten, wenn das Blut rot ist, sind sie rein. Wenn sie rein sind, ist es ihnen erlaubt einen Mann zu heiraten und eine Familie zu gründen. Mehr darf eine Frau in dieser Welt nicht. Und wenn ihr Blut, wie das unserer Protagonistin Dekra, golden ist, dann wird sie gequält und immer wieder getötet. Die Dargestellt Fantasy-Welt ist bedrückend, erschreckend, aber in vielen Punkten unsere Welt hier sehr ähnlich. Viel zu oft werden Frauen noch unterdrückt, haben schlechtere Perspektiven und Leisten den Großteil der Care-Arbeit.

Die Charaktere der Geschichte fallen mir sehr gut, Deka ist unsicher, eingeschüchtert und macht im ersten Teil der Reihe eine gute Entwicklung durch. Ich hoffe, dass auch die anderen Charaktere in den nächsten Bänden noch eine tiefere Geschichte bekommen, ich möchte mehr über sie erfahren.

Die Erzählung selbst ist ruhiger, der erste Band wirkt hier ein wenig wie eine Einleitung. Für mich war das aber nicht unangenehm, ich habe es genossen in diese ungewöhnliche Welt einzutauchen und das Ende lieferte Spannung und eine Plot-Twist.

Der Schreibstil ist recht einfach gehalten, das Buch liest sich dadurch flüssig und zügig. Persönlich hätte der Stil gerne etwas komplexer sein dürfen, da es an Jugendliche ab 14 Jahre gerichtet ist, muss es nicht ganz so simpel gehalten sein.


Lesenswert?


Da gibt es ein ganz klares Ja von mir! Namina Forna erschafft eine düstere Welt, eine spannende Fantasy-Geschichte und eine mutige Protagonistin. Der Auftakt der Trilogie hat ein ruhigeres Erzähltempo, dies stellt für mich aber kein Manko, sondern eine Stärke dar. Ich liebe es tief in ein Setting abzutauchen und möglichst viele Hintergrundinformationen zu bekommen.



Cover und Klappentext

Die Göttinnen von Otera - Golden wie Blut

Schaut euch dieses wunderschöne Cover an. Ich liebe alles daran, die Farben, die Darstellung und das später alle Cover der Reihe zusammen passen. Besonders hervorheben möchte ich die qualitativ sehr hochwertige Bindung und das Lesebändchen. Der Klappentext ist kurz und knapp, aber ohne Spoiler.



Grundsätzliche Infos zum Buch


Erschienen im Loewe Verlag

https://www.loewe-verlag.de/titel-0-0/die_goettinnen_von_otera_band_1_golden_wie_blut-9552/

ISBN: 978-3-7432-0408-9

Übersetzerin: Bea Reiter

Umschlaggestaltung: Michael Dietrich

Seitenzahl: 512

Genre: Fantasy

Preis: 19,95 €


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