• Jasmin Korper

Die Stadt der Träumenden Bücher

geschrieben von Hildegunst von Mythenmetz und aus dem zamonischen übersetzt von Walter Moers.


Ich muss ehrlich gestehen, dass ich selbst noch kein Buch von Walter Moers gelesen habe. Natürlich kenne ich Käpt'n Blaubär und habe die Geschichten als Kind geliebt, aber ich habe nie selbst ein Buch von diesem Autor gelesen. Gerade die Aufmachung dieses Buches hat mich dazu bewegt es zu kaufen. Als Zitat gefällt mir ganz besonders das Gedicht des Schattenkönig ganz am Anfang des Buches. (Es ist leider zu lange für ein Zitat)


Einleitung


In der Welt Zamonien spielen viele von Walter Moers Büchern (z.B. auch die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär)

Hildegunst von Mythenmetz erhält am Sterbebett von seinem Dichtpaten Danzelot den Auftrag den Autor eines einmaligen und perfekten Manuskriptes zu suchen. Er hatte diesen damals nach Buchhaim geschickt, der Stadt in der Bücher der absolute Lebensmittelpunkt waren. Eine genauere Beschreibung des Autors gibt es nicht, da Danzelot ihn selbst nie gesehen hatte und nur schriftlich mit ihm korrespondiert hatte. Hildegunst versinkt zunächst in seiner Trauer und will das Manuskript erst gar nicht lesen, doch als er es getan hat, zweifelt er an seinem eigenen Können als Dichter. So etwas Schönes und einmaliges würde er selbst nie erschaffen können. Also macht er sich auf den Weg den letzten Wunsch seines verstorbenen Dichtpatens zu erfüllen und begibt sich in die Stadt Buchhaim, die sowohl oberirdisch als auch unterirdisch einzigartig ist und es an jeder Ecke um Bücher, Papier und Druckerschwärze geht. Doch schnell stellt sich heraus, dass die Suche nach diesem Autor weit größere Gefahren birgt als ein kleiner Schnitt am Papier.


Rezension


Natürlich zuerst einmal die wichtigste Sache: Ich kann „Die Stadt der Träumenden Bücher“ jedem nur aus voller Überzeugung empfehlen.

Als ich angefangen habe „Die Stadt der träumenden Bücher“ zu lesen, wirkte zunächst alles so bizarr und anders. Man kann wirklich sagen, in Zamonien laufen die Uhren anders und jede verwunderliche Sache, die man sich zu Büchern vorstellen kann, gibt es hier. Zunächst wirkt alles ungewohnt und anders, aber sobald man in Buchhaim angekommen ist, erscheinen einem viele Dinge normal oder zumindest nicht mehr ganz so absonderlich. Man wird mit in diese Stadt gezogen, fiebert mit Hildegunst mit, selbst wenn es nur um Kleinigkeiten wie ein Bienenbrot geht. Die Charaktere sind in dieser Geschichte vielfältig und einzigartig. Ob Danzelot, Hildegunst, Phistomefel Smeik, Colophonius Regenschein oder auch den Homunkoloss, um nur ein paar wenige zu nennen. Gut, die Buchlinge muss ich auch noch erwähnen, man will und darf ja keine riesigen Zyklopen vergessen. Die Charaktere und ihre Motivationen sind manchmal zunächst noch verborgen und offenbart sich erst im weiteren Verlauf des Buches. Aber das Wichtigste an diesem Buch ist diese lebhafte Welt, in die man hinein gesogen wird. Jedes Wesen hat einen absurden Namen, es gibt Trompaunenkonzernen, Spinxxxxen (mit 4 X, für jedes 4er Beinpaar eines) und Bücher, die eben nicht einfach nur Literatur vermitteln und sogar gefährlich oder lebend sein können. Unterstützt wird die Darstellung dieser Welt noch durch die großartigen Zeichnungen, z.B. die von Phistomefel Smeik (Seite 98).


Lesenswert?


Was soll ich nach so einer Rezension noch groß sagen? Dies ist eines der Bücher, dass ich jedem empfehlen kann. Lest es, genießt es und taucht ein in die Stadt der träumenden Bücher. Nur der Anfang viel mir etwas schwer, da die ganze Welt so ungewohnt war, aber umso weiter man in der Geschichte voranschreitet, wird man in die Geschichte gesogen. Ich hatte einfach nur unfassbar viel Spaß beim Lesen und merkte oft erst an den Nackenschmerzen, dass ich schon wieder viel zu lange in Buchhaim verweilte.

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Cover und Zeichnungen im Buch

Die Stadt der Träumenden Bücher
Die Stadt der Träumenden Bücher

Das Cover lädt einen sofort zum Schmökern ein und sobald man das Buch zum Durchblättern in die Hand nimmt, staunt man über die liebe vollen und auch vielen seltsamen Zeichnungen. Gerade der abstrakte Stil verbindet einen mit den Kreaturen aus Buchhaim.


Grundlegende Informationen zum Buch


erschienen im Piper Verlag

ISBN: 3-492-04549-9

Umschlaggestaltung Walter Moers und Oliver Schmitt

Layout und Satz Oliver Schmitt

Genre: Fantasy







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