• Jasmin Korper

Hitze

Autorin: Jane Harper


Auch hier bei uns kämpfen wir immer öfter mit Dürre und langen Hitzewellen. Jeder von uns kennt es, umso länger es warm ist, umso angespannter wird man und reagiert dünnhäutiger. In diesem Thriller spielt die Hitze und was sie mit uns Menschen macht eine große Rolle.


Einleitung

Aaron Falk kehrt nach zwanzig Jahren zurück in seine Heimatstadt Kiewarra, um bei der Beerdigung seines Jugendfreundes Luke und dessen Familie anwesend zu sein. Luke hat bei einem erweiterten Selbstmord seine Frau, seinen Sohn und sich selbst erschossen, doch der örtliche Sergeant Raco zweifelt daran und ermittelt. Obwohl Falk bei der Polizei nur mit Steuerangelegenheiten arbeitet unterstützt er Raco und bald vermischen sich alte fast vergessene Geschichten mit dem aktuellen Fall.


Rezension

Jane Harper schafft es das typische Bild der verschworenen und Misstrauischen Kleinstadt zu beschreiben. Man fühlt mit den Landwirten, deren Vieh wegen der Dürre stirbt und spürt die Anspannung, die bereits durch ein falsches Wort in einer Schlägerei enden wird. Diese Anspannung fängt sie perfekt ein, man spürt die Wut und die Angst der Bewohner der Stadt, alles zu verlieren.

Aaron Falk fand ich als Protagonisten gut beschrieben, er möchte einerseits die Vergangenheit ruhen lassen und möglichst schnell wieder weg, doch fühlt er sich seiner alten Heimat und seinem alten Freund Luke noch genug verbunden um gemeinsam mit Sergeant Raco die ganze Wahrheit zu ergründen. Natürlich ist die Grundstory wieder typisch, ein Polizist kommt nach vielen Jahren wegen irgendeinem Todesfall zurück in seine Heimatstadt, doch irgendwelche lange vergessenen Geheimnisse sorgen dann für Probleme und Misstrauen.

Aber trotz alledem war der Thriller spannend bis zum Schluss, gerade die Rückblenden in die Vergangenheit werfen nochmal ein ganz anderes Licht auf die Charaktere. Es zeigen sich menschliche Abgründe, die weit in der Vergangenheit liegen, aber immer noch ihre Auswirkungen auf die heutige Zeit haben.


Lesenswert?

„Hitze“ ist ein kurzweiliger Thriller, der zwar hier auch das Rad nicht neu erfindet, aber trotz allem einen guten Zeitvertreib darstellt. Es ist keiner der Thriller, bei dem man vor lauter Spannung sich kaum weiter zu lesen traut, der Spannungsbogen ist hier eher langsam. Es wird aber nicht langweilig und gerade das Finale hat mich doch überrascht und sorgte für das gute Gefühl, dass alle offenen Fragen geklärt wurden. Mit „Hitze“ macht man definitiv nichts falsch und kann sich ein paar schöne Lesestunden gönnen.

Cover und Klappentext

Hitze von Jane Harper
Hitze von Jane Harper

Das Cover ist einfach und nicht besonders auffällig. Man sieht nur Getreide und den Nachthimmel. Nichts was spezifisch zum Buch passt oder es Einzigartige werden lassen.

Der Klappentext sorgt sofort für einen gewissen Spannunngsbogen, stellt die wichtigsten Charaktere kurz dar, aber verrät nichts, was er nicht sollte.


Grundlegende Informationen zum Buch


erschienen im Rowohlt Taschenbuch Verlag

https://www.rowohlt.de/taschenbuch/jane-harper-hitze.html

ISBN: 978-3-499-27250-9

Übersetzer:in: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann

Umschlaggestaltung: HAUPTMANN & KOMPANIE Werbeagentur Zürich



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