• Jasmin Korper

Last Human – Allein gegen die Galaxis

Autor: Zack Jordan


Um was geht es?


Sarya, ein Menschenkind, wurde von einer außerirdischen Spinne namens Shenya der Witwe adoptiert. Diese setzt alles daran, dass das Geheimnis, welcher Art ihr Zögling angehört, gewahrt bleibt. Doch im pubertären Leichtsinn wird Saryas wahre Identität enttarnt, was zu einer Jagd quer durch die Galaxis führt, immer auf der Spur der letzten Menschen.

Rezension


Last Human ist definitiv keine leichte Kost. Man muss sich auf den etwas langatmigeren Schreibstil einlassen. Aber ich fange einfach mal von vorne an:


Der Start und die Einführung der Charaktere waren für mich perfekt. Da ich ein großer Fan des Buches „Die Kinder der Zeit bin“ von Adrian Tchaikovsky (ich habe leider bisher nur das Hörbuch gehört, aber das Lesen des Buches wird auf alle Fälle nachgeholt!) habe ich eine sehr positive Einstellung zu allen intelligenten Spinnenwesen. Dadurch mochte ich die sehr skurrile Verbindung zwischen der Witwe Shenya und ihrer menschlichen Tochter Sarya. So viele Kleinigkeiten brachten mich zum Schmunzeln und führten mich Stück für Stück in diese Science-Fiction Welt ein.

Denn hier ist einiges anders, jeder ist an das Netzwerk angeschlossen, dies bringt viele Vorteile, z.B. schnelles Reisen, keine Kriege und eine gemeinsame Kommunikation der verschiedensten Spezies.

Sarya ist der typische Teenager Charakter, sie ist mit der aktuellen Situation unzufrieden, möchte mehr und macht dabei viele Fehler. Die Konsequenzen sind in ihrem Fall fatal und natürlich führt ihr Handeln zur ersten großen Katastrophe.

Ab hier wurde das Buch dann langatmiger, fast schon zäh. Manchmal waren es mir zu viele Informationen in kurzer Zeit. Immer wieder wurden über so genannte Protokolle des Netzwerks verschiedene Dinge in diesem Universum erklärt. Teilweise sogar mit nochmaligen Fußzeilen. Anfänglich spannend, aber gegen Ende waren die vielen Erläuterungen ermüdend.

Verwirrend waren auch manche Gespräche mit Wesen, die nicht über Sprache, sondern über Gedanken kommunizierten. Seitenweise Dialoge in kursiver Schrift, wobei ich mir manchmal nicht mehr sicher war, wer jetzt gerade am Zug ist.

Auch das Ende wirkte für mich nicht stimmig, es war fast schon spirituell. Im letzten Drittel fehlten die Spannung und die Geschichte wurde immer chaotischer und undurchsichtiger. Die Sachen, die mir am Anfang des Buches besonders gut gefallen hatte, fehlten leider am Ende komplett. Alles entwickelt sich in eine komplett andere Richtung und das Ende war in meinen Augen seltsam.



Lesenswert?


Last Human – Allein gegen die Galaxis ist ein ungewöhnlicher Science-Fiction Roman, mit einer faszinierenden und detaillierten Welt. Der Anfang des Buches war grandios und ich habe mir mehr davon erhofft, leider konnten mich der mittlere Teil und das Ende nicht überzeugen. Meine Erwartungen konnten leider nicht erfüllt werden.

Cover und Klappentext

Last Human - Allein gegen die Galaxis


Das Cover ist typisch für einen Science-Fiction Roman und dadurch nicht besonders auffällig. Der Klappentext hat mir im Nachhinein betrachtet zu viel über die Story verraten, gerade einige Details hätte man weglassen können. Was mir noch negativ aufgefallen ist, dass der Einband sehr schnell Leserillen bekommen hat, obwohl ich wie immer darauf geachtet habe diese zu vermeiden.



Grundlegende Infos zum Buch


Erschienen im Heyne Verlag

https://www.randomhouse.de/Paperback/Last-Human-Allein-gegen-die-Galaxis/Zack-Jordan/Heyne/e515189.rhd

ISBN:978-3-453-31885-4

Übersetzer: Jürgen Langowski

Umschlaggestaltung: DAS ILLUSTRAT

Seitenzahl: 537

Preis: 15,99 €

Genre: Science-Fiction



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