• Jasmin Korper

Lieblingsgenre = Sackgasse?

Wer kennt es nicht, man hat seine Lieblingsgenre, sucht sich danach neue Bücher aus und andere Bereiche bleiben links liegen. Doch heute stelle ich mir die Frage, ob wir uns dadurch nicht selbst stark limitieren und viele fantastische Geschichten deswegen unentdeckt bleiben.


Ich muss mich da selbst direkt an der Nase packen, ich lese eigentlich nur Bücher aus den folgenden Bereichen: Science-Fiction, Fantasy, Thriller und Horror. Sehr selten wandern Bücher aus anderen Genres in mein Regal und oft dann auch nur, wenn ich sie geschenkt bekommen habe. Und romantische Bücher und Liebesgeschichten haben bei mir von Grund auf keine Chance. Es liegt bei mir daran, dass ich bereits in jungen Jahren Thriller und Gruselbücher gelesen habe und Liebesgeschichten immer doof fand.


Aber ich frage mich schon manchmal, wenn ich die anderen Rezensionen auf Instagram sehe: Verpasse ich etwas? Entziehe ich mir selbst durch dieses engstirnige Denken eine Vielfalt? In gewisser Weise ist die Antwort darauf ja. Denn auch wenn ich Liebesgeschichten selbst nicht mag, gibt es dort mit Sicherheit einige Bücher, die mir dann doch gut gefallen würden.


Und wenn eine dieser Geschichten mir gefallen würde, könnte das dazu führen, dass ich meine Lieblingsgenre erweitere. Wieso also sich selbst den Kopf zerbrechen und nicht einfach den Sprung ins kalte Wasser wagen? Klar sind neue Bücher teuer, aber für solche Experimente gibt es ja gebrauchte Bücher oder auch öffentliche Bücherregale. Mit neuen Geschichten erweitert sich auch immer der eigene Horizont.


Aber wie würde ich die Guten finden? Denn nur auf andere Rezensionen verlassen finde ich nicht so gut, denn ich gehe gerne auf Suche und finde selbst neue Bücher. Gerade wenn ich schon weiß, dass ein Buch besonders gut sein soll, erhöhen sich natürlich meine Erwartungen. Dadurch werde ich kritischer und penibler, was dazu führen kann, dass ich das Buch schlechter finde, als es eigentlich ist.


Und was mache ich mit den Büchern, die mir nicht gefallen? Im Regal lassen finde ich schwierig, da ich versuche ein möglichst übersichtliches Bücherregal zu gestalten. Wiederverkaufen ist auch nicht so meins, also bleibt dann nur das öffentliche Bücherregal.


Mein Fazit ist hierbei klar: Durch unsere Lieblingsgenre verfrachten wir uns manchmal selbst in eine Sackgasse und erkennen gar nicht die vielen anderen Abzweigungen. Ein Exkurs in andere Genre schadet nicht und hilft uns auch andere Bereiche zu sehen und zu verstehen. Und wenn es einem doch nicht gefällt, weiß man immer noch welche Literatur man gerne liest und zu der man immer zurückkann.


Also traut euch, lest auch mal Bücher außerhalb eurer Komfortzone, gebt diesen eine Chance und hoffentlich genießt ihr dies auch!


Eure


Eisblaue Eule

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