• Jasmin Korper

Old Bones – Tote lügen nie

Autoren: Douglas Preston & Lincoln Child


Ich habe bereits einige Thriller der Pendergast Reihe vom Autorenduo Preston & Child gelesen und war bereits sehr gespannt, wie der Auftakt der neuen Serie aussehen wird.


Um was geht’s?


Die Archäologin Dr. Nora Kelly bekommt die Chance die Ausgrabungen am bisher unentdeckten dritten Lager der Donner-Pioniere zu leiten. Diese legändere Gruppe wurde im Jahre 1846 vom Winter überrascht und viele kamen dabei ums Leben. Das besondere daran, die Gruppe verfiel irgendwann dem Kannibalismus. Als die Ausgrabungen eine Verbindung zu einem Verbrechen in der Gegenwart aufweisen, ermittelt die frisch gebackene FBI-Agentin Corrie Swanson in diesem Fall. Doch die beiden Frauen ahnen nicht, dass dieses Unterfangen viel gefährlicher ist als zunächst gedacht.



Rezension


Mit Spannung hatte ich den neuen Roman von Preston & Child erwartet und ich hatte mich sehr darauf gefreut, dass Nora Kelly und Corrie Swanson die Protagonisten sein werden. Ich mochte beide schon in den diversen anderen Romanen.

Wie für Preston & Child typisch werden hier Realität und Fiktion verwoben und vermischt. Die Donner Gruppe gab es damals wirklich und auch die Geschichten, Mythen und Sagen um Kannibalismus wurden bestätigt. Die Hintergründe für diesen Thriller wurden außerordentlich gut recherchiert. Allerdings plätscherte die Geschichte nur vor sich hin (mit knapp 390 Seiten ist das Buch sowieso nicht besonders lange), es dauert sehr lange, bis etwas passiert. Ich selbst interessiere mich für Archäologie, trotzdem waren die Ausführungen in den ersten 200 Seiten oft zu lange und zu ausführlich.

Ich mag die Protagonistinnen sehr, da ich bereits viel von ihnen aus den vorherigen Thrillern weiß, aber für jemand der noch keines der älteren Bücher gelesen hat, fehlen viele Informationen. Gerade bei Corrie Swanson fehlte mir der sonst übliche Biss, sie schien sich den bürokratischen Regeln gebeugt zu haben.

Das Finale wirkte für mich zu schnell und zu absurd. Die ganze Zeit passierte nicht viel und in den letzten 30 Seiten überschlagen sich die Geschehnisse. Der große Plot Twist war für mich nicht der gewünschte „Aha“-Moment, ich fragte mich eher ob so etwas möglich wäre. Das Ende hinterließ diesen faden Beigeschmack, ja es war ein Plot-Twist, mit dem ich definitiv nie gerechnet hätte, aber er war so absurd, dass er konstruiert wirkte.



Lesenswert?


Vielleicht liegt es an meinen hohen Erwartungen, aber für mich war „Old-Bones Tote lügen nie“ leider nichts. Mir fehlte die Spannung, das typische Gefühl eines Thrillers und auch wenn der Schreibstil wie immer sehr gut ist, hat mich dieses Buch nicht überzeugt. Ich wünschte mir, dass mir dieser Auftakt der neuen Reihe besser gefallen hätte, aber so ist es leider nicht. Wer etwas von Douglas Preston & Lincoln Child lesen möchte, dem kann ich nur die älteren Werke nahelegen.

Cover und Klappentext

Old Bones - Tote lügen nie

Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, ich mag die Mischung aus rot und schwarztönen. Außerdem fühlt sich der Umschlag rau an, was beim Lesen sehr angenehm war. Der Klappentext verrät nicht zu viel, macht aber Lust auf mehr. Ich mag es, dass beide Protagonistinnen bereits im Klappentext kurz vorgestellt werden.



Grundlegende Infos zum Buch


Erschienen im Droemer Knaur Verlag

https://www.droemer-knaur.de/buch/douglas-preston-lincoln-child-old-bones-tote-luegen-nie-9783426524183

ISNBN: 978-3-426-52418-3

Übersetzer: Michael Benthack

Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur München

Genre: Thriller

Preis: 14,99 €

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