• Jasmin Korper

Polybius – GAME OVER

Autor: David Irons



Um was geht’s?


In einer düsteren Nacht bringt ein schwarzer Lieferwagen einen neuen Spielautomaten in die Spielhalle. Dies ist aber kein normaler Automat wie Donkey Kong oder Space Invaders. Dieses Spiel ist mörderisch, gefährlich. Und bald lernt eine ganze Kleinstadt, dass hier niemand ein Extra Leben hat.



Rezension


Ich muss gestehen, ich hatte mir von der Geschichte was ganz anderes erwartet. Aber den Wahnsinn, den David Irons beschreibt, kann man nicht vorhersehen. Bereits vom Klappentext war mir klar, dass dieser Horror-Roman abgedreht und anders sein wird. Der Plot ist komplett verrückt und absurd. Ich hab kein Problem damit, wenn sich ein Buch nicht zu ernst nimmt. Aber die Geschichte hatte nicht genügend Witz und Charme, um mich damit zu überzeugen.

Die Charaktere sind genauso wie man sie in einer solchen Geschichte erwartet: Hauptsächlich Schüler einer Highschool, die sich chaotisch und oft dumm benehmen. Aber das gehört bei dieser Art von Horror dazu und passt zur Geschichte. Mich hat nur die Hintergrundgeschichte von einem Charakter verwundert, diese hat nichts zur Geschichte beigetragen, schwebte aber lange Zeit ungesagt über der Story.

Was mir gut gefallen hat, war, dass die Geschichte in den 80ern spielt. Das Arcade-Center, die Spielautomaten und die Spiele. Das macht einfach Spaß zu lesen und versetzt einen in diese Zeit. Wer die 80er oder auch die Vibes von Stranger Things mag, wird dies mögen.

Ich hab mich versucht auf die Geschichte einzulassen und bin mit dem Trash-Gefühl herangegangen. Allerdings gab es viele Momente, wo ich mir dachte, wieso kommt jemand auf sowas? Besonders einige stark sexualisierte Passagen fand ich unnötig. Und die Erklärungen für die Geschehnisse waren, tja absurd.

Der Schreibstil wirkte an manchen Stellen sehr holprig. Es gab viel lange Schachtelsätze und langwierige Beschreibungen reihten sich aneinander. Dadurch war ein angenehmer Lesefluss nicht immer gegeben.

Was mich noch massiv störte, war die Verwendung des N-Wortes. Dies hätte der Autor sich wirklich sparen können. Seltsamerweise ist es am Anfang des Buches nicht ausgeschrieben worden, sondern eben nur als N-Wort bezeichnet worden.



Lesenswert?


Ich hatte auf eine amüsante Trash-Horror-Erfahrung gehofft und wurde leider enttäuscht. Das Thema war für mich so unlogisch und abgedreht, dass es nur funktioniert hätte wenn die Geschichte mit mehr Witz und Ironie erzählt worden wäre. So war es für meine Empfindungen eine langatmige und absurde Geschichte. Mit Sicherheit ist der ein oder andere begeistert, ich konnte nichts damit anfangen.



Cover und Klappentext

Polybius - Game Over

Das Cover gefällt mir von den Farben sehr gut. Als ich mir das Buch bestellt habe, ist es mir dadurch erst aufgefallen. Nach dem Lesen find ich es etwas schade, dass die Arcade-Maschine auf dem Cover nicht wie ihr Gegenstück im Buch aussieht. Trotzdem verbreitet es den typischen 80er Jahre Charme. Der Klappentext ist sehr kurz und knapp. Aber mir fällt auch nicht ein, wie man das Geschehen anders beschreiben könnte.



Grundsätzliche Infos zum Buch


Erschienen im Luzifer Verlag

https://luzifer-verlag.de/titel/1653

ISBN: 978-3-95835-590-3

Übersetzerin: Sylvia Pranga

Umschlaggestaltung: Michael Schubert I Luzifer Verlag

Seitenzahl: 402

Genre: Horror

Preis: 13,95 €



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