• Jasmin Korper

Sieben Tage am Fluss

Autorin: Hannah Richell


Rezensionsexemplar



Um was geht’s?


Eine plötzliche Hochzeitsfeier bringt die zerrüttete Familie Sorrel wieder zurück in das alte, am Fluss gelegene Gutshaus. Lucy, die Braut, wünscht sich, dass das zerrissene Familienband neu geknüpft wird. Doch die Geheimnisse haben eine schier unüberwindbare Kluft erschaffen. Wird die Familie es schaffen, sich trotz der Unterschiede wieder zu versöhnen?



Rezension


Das Setting des Romans spielt in dem alten, am Fluss gelegenen Gutshaus der Familie. Hannah Richell beschreibt das wunderschöne Haus bildgewaltig, ich fühlte mich sofort an den Ort des Geschehens versetzt. Die chaotische Küche, das Atelier am Fluss, oder die Zimmer der Kinder. Alles konnte ich sofort vor meinem inneren Auge sehen. Gerne hätte ich mich unter die Apfelbäume oder an den Fluss gesetzt und das Geschehen beobachtet.

Die Charaktere sind in diesem Werk zwar einerseits sehr schön beschrieben und dargestellt, allerdings entsprechen sie doch einigen Klischees. Die drei Schwestern sind so, wie man es in vielen anderen Geschichten kennt. Die eine lebt in der perfekten Ehe, die andere ist ein Freigeist und die dritte ist verschlossen und das schwarze Schaf der Familie. Die Mutter, eine begnadete Autorin, vergisst beim Schreiben die Welt und bekommt nicht mit, was um sie herum passierte. Versteht mich nicht falsch, die Charaktere sind glaubhaft geschrieben, aber auch die Auflösung der Geheimnisse war nicht unerwartet. Gerne hätte ich bei den Schwestern mehr Ecken und Kanten gesehen, mehr Facetten, denn sie bestanden nur aus dem, was sie nach außen zeigten und ihrem verborgenen Geheimnis.

Dennoch hat mich die Geschichte durch den Schreibstil, den Wechsel der Charaktere und die Rückblicke in die Vergangenheit in ihren Bann gezogen. Die Stimmung des Buches wechselt zwischen freudiger Erwartung, Anspannung und düsteren Rückblicken. Man fragt sich oft, ob diese emotionalen Gräben überwunden werden können. Oder ob es sinnvoller wäre, dass jeder seine eigenen Wege geht.

Das Ende des Romans war emotional, bewegend und passte zur Stimmung des Buches. Ich war froh, dass die Autorin es so beendet hat, denn wenn man manche Wege beschreitet, müssen sie auch zu Ende erzählt werden.



Lesenswert?


Sieben Tage am Fluss ist ein Roman voller Reue, düsteren Geheimnissen und der Möglichkeit sich selbst und den anderen zu Verzeihen. Für mich hinterlassen die klischeehaften Charaktere einen bitteren Beigeschmack. Für mich war es dadurch weder ein gutes noch ein schlechtes Buch. Man kann es lesen, verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut.



Cover und Klappentext

Cover des Romans Sieben Tage am Fluss von Hannah Richell
Sieben Tage am Fluss

Wunderschön vermittelt das farbenfrohe Cover die ruhige Stimmung am Fluss. Es passt perfekt zur erzählten Geschichte. Der Klappentext hat mir sehr gut gefallen, denn das zerrissene Familiengeschehen wird sehr gut dargestellt. Dadurch hab ich direkt Lust auf das Buch bekommen, obwohl es nicht mein übliches Genre war.



Grundsätzliche Infos zum Buch


Erschienen im Diana Verlag

https://www.penguinrandomhouse.de/Taschenbuch/Sieben-Tage-am-Fluss/Hannah-Richell/Diana-Verlag/e570355.rhd

ISBN: 978-3-453-36080-8

Übersetzerin: Christiane Burkhardt

Umschlaggestaltung: t.mutzenbach design, münchen

Originaltitel: The River Home

Genre: Roman

Seitenzahl: 384

Preis: 10,99 €


Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplar!


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