• Jasmin Korper

The Cavern: Das Grauen aus der Tiefe

Autor Alister Hodge

Ich bin ein Fan von Horror-Literatur und ich liebe es, wenn die Geschichten auf einem mir unbekannten Terrain spielen – in diesem Falle einem neu entdeckten Höhlensystem in Australien. Denn im Dunkeln macht das Gruseln noch viel mehr Spaß!

Einleitung

Sam und seine Freundin Ellie haben mit einigen Freunden die Möglichkeit als erste ein neu entdecktes Höhlensystem zu erkunden. Das Kartographieren der Höhle birgt einige Hindernisse, insbesondere da große Teile nur durch Tauchen erreicht werden können. Schnell stellt sich heraus, dass nicht nur die absolute Finsternis oder das Labyrinth der Höhle eine Gefahr birgt. Es lebt ein Wesen in diesen Tiefen, welches nach Blut lechzt.

Rezension

Die Angst vor der Dunkelheit ist eine unsere Urängste, sie besteht schon seit tausenden von Jahren. Das dargestellte Setting, ein Höhlensystem, dessen Gänge zum Teil unter Wasser liegen löst sofort ein gewisses Unwohlsein aus. Jeder kann die Situation und die Ängste der Protagonisten mitfühlen, obwohl die wenigsten schon einmal in einem solchen Höhlensystem waren.

Sam hat mir als Protagonist einige Kopfschmerzen bereitet. Am Anfang des Buches und im Klappentext wird klargestellt, dass er klaustrophobisch ist. Trotzdem stimmt er für seine Freundin Ellie der Höhlenerkundung zu, mit der Begründung, dass er ja nur im Notfall in das System hinabsteigen muss. Ich kenne Menschen die Klaustrophobie haben, man kann diese Ängste nicht einfach so abschütteln und steigt dann in ein finsteres, dunkles Loch hinab. Es gibt sogar eine Szene, in der alle freiwillig die Lampen abschalten, um die Ruhe und die Dunkelheit zu genießen. Jeder Mensch mit Klaustrophobie hätte in diesem Moment eine schlimme Panikattacke bekommen. Und da die Klaustrophobie zur Geschichte eigentlich nichts groß beiträgt, hätte man dies einfach streichen können.

Die Kreatur fand ich anschaulich beschrieben, sie wirkt bedrohlich, mächtig, angsteinflößend. Wie eine Mischung aus den ein oder anderen schon bekannten Monstern.

Die Handlung war spannend geschrieben, auch wenn es die ein oder andere Logiklücke gab. Insbesondere manche schwer Verletzten konnten sich noch unterhalten, oder gewisse Dinge erledigen, obwohl sie eigentlich bewusstlos sein sollten. Ja unser Menschlicher Körper hält einiges aus, aber auch hier gibt es Grenzen.

Lesenswert?

Auch wenn „Cavern“ die ein oder andere Schwäche hat, hatte ich trotzdem meinen Spaß beim Lesen. Die Brutalität der Kreatur wurde gut dargestellt und man kommt als Horrorfan auf alle Fälle auf seine Kosten. Mit 332 Seiten ist das Buch auch nicht sonderlich lang, ich habe es in zwei Abenden gelesen.

Wer mal wieder Lust auf einen Horror-Roman mit einem brutalen und mörderischen Wesen hat, wird hier nicht enttäuscht werden, solange man über die ein oder andere Logik Lücke hinwegsieht.

Cover und Klappentext

The Cavern - das Grauen aus der Tiefe

Das Cover ist definitiv ansprechend und löst sofort ein kleines Kribbeln in der Magengegend aus. Wer hatte nicht schon mal die Sorge im Wasser, dass sich ein Wesen unter einem befindet und nach einem greift.

Der Klappentext beschreibt kurz und knapp was uns erwartet und übertreibt auch nicht. Das Versprochene wird auf alle Fälle geboten.

Grundsätzliche Infos zum Buch

Erschienen im Luzifer Verlag

https://luzifer-verlag.de/titel/1322

ISBN: 978-3-95835-464-7

Übersetzerin: Tina Lohse

Umschlaggestaltung: Michael Schubert I Luzifer Verlag

Preis: 13,95 €

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