• Jasmin Korper

Wie habe ich meinem Buchprojekt F begonnen?

Das schwierigste bei neuen Projekten ist immer der Anfang, man ist motiviert, aber weiß eigentlich nicht wie, oder womit man am besten startet.


So ging es mir auch mit meinem Buch. Ich schreibe schon immer gerne, aber noch nie im Rahmen einer großen Geschichte. Kurzgeschichten und kleinere Artikel sind eine ganz andere Sache als ein durchdachtes, spannendes und logisches Buch.


Da ich von Anfang an nichts falsch machen wollte, habe ich mir ein Buch gekauft, in dem erklärt wird, wie man am besten plottet. Plotten ist die Vorbereitung, die man vor dem Schreiben übernimmt. Man überlegt sich die Grundgeschichte, die Charaktere, einzelne Szenen und Schlüsselmomente. Nicht jeder Autor plottet, viele Schreiben aus dem Bauch heraus und schaffen wunderbare Werke. Ich wusste aber von vornherein, dass ich ein Planer bin. Sonst würde ich viele wichtige Dinge vergessen, durcheinanderkommen oder mich in eine Ecke manövrieren.

Das Plotten habe ich mit einem einzelnen Satz begonnen, der Satz der aufs gröbste zusammengefasst meine geplante Geschichte widerspiegelt. Durch diesen Satz war auch von Anfang an klar, dass es ein Fantasy-Roman wird. Ich fühle mich im Fantasy Genre Wohl und wollte meiner Fantasie komplett freien Lauf lassen und eine eigene Welt entwickeln. Aber zu diesem Zeitpunkt war ich von einer eigenen Welt noch sehr weit entfernt.

Mein Mann Sven mochte diesen Anfangssatz gar nicht. Seine erste Reaktion war: „Ich finde das langweilig und irgendwie komisch.“ Aber ich habe in den letzten Jahren gelernt, nicht sofort aufzugeben. Seine Kritik hat mich nur umso mehr angespornt, die ganze Geschichte so zu gestalten, dass sie spannend, unerwartet und aufregend wird.

Aus meinem ersten Satz wurden drei, dann wurden daraus ganze Absätze und Stück für Stück entwickelten sich einzelne Charaktere. Aus meiner Protagonistin wurde eine Person, mit der ich mich identifizieren konnte, mit Ecken und Kanten, mit eigenen Werten und Vorstellungen. Ich zeichnete Weltkarten, führte Liste über Bräuche, Feierlichkeiten, Lebensmittel und Gerichte. Und plötzlich fand Sven alles nicht mehr langweilig, ich erklärte ihm wie die Handlung sich entwickelte, welche Plot-Twiste es gab und zeigte ihm auch meinen Antagonisten. Und von da an hatte ich meinen größten Fan, aber auch meinen härtesten Kritiker.


Bevor ich den ersten richtigen Satz geschrieben hatte, war die ganze Geschichte schon komplett durchdacht. Für mich machte es das Schreiben einfacher, ich hatte immer meinen roten Faden.


Das war der kleine Einblick für heute, wie ich mit dem Schreiben meines Buchprojektes begonnen habe, beim nächsten Mal gehe ich näher auf meine Charakterbögen und Co ein.


Ich wünsche euch einen angenehmen Start in die Woche!


Eure Eisblaue Eule

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